Bitte vor Absenden beachten: Es gilt die Datenschutzerklärung.

© 2019 by Ulla Koenig

Das Gedankenkarussell anhalten

Denken ist eine wunderbare und nützliche, menschliche Fähigkeit. Wir benötigen sie, um zu reflektieren, zu planen, zu vergleichen und zu lernen. Es ist aber auch eine Fähigkeit, die uns viel Kraft kosten kann und Leiden zu schaffen vermag. Wenn planen mit Angst durchdrungen ist, wird sie zur Sorge. Wenn das Erinnern von Vorwürfen geprägt ist, entstehen Schuldzuweisungen und Ärger. Der Geist kann sich in endlosen Gedankenketten verstricken, in Fantasien und Vorstellungen von uns selbst und anderen. Selbst die angenehmen Gedanken kosten uns Kraft, wenn wir sie endlos fortführen.


Achtsamkeitsmeditation kann dabei helfen diese Gedanken zu stoppen, so dass das Denken selbst wieder zu einem Werkzeug wird, dass wir bewusst einsetzen, wenn es tatsächlich hilfreich ist.


Wie gelingt uns dass?

Der erste Schritt besteht darin den Vorsatz zu fassen die Gedanken, die wir als nicht hilfreich identifiziert haben, zu unterbrechen. Manche Gedanken verhalten sich wie Sekundenkleber – sie fordern regelrecht dazu auf gedacht zu werden. Da Bedarf es der klaren Intuition sich etwas anderem zuzuwenden.


Eine Möglichkeit ist, gerade wenn es sich um Gedanken in Bezug auf einen selbst handelt oder um Sorgen und Ängste, sich den Sinneseindrücken zuzuwenden. „Im Sehen, nur das Gesehene“ lehrte der Buddha schon vor 2.600 Jahren als einen Ausweg aus Stress und Leid.


Schau dich um, wende dich den Farben und Formen, Licht und Schatten, der Bewegung und dem Stillstand zu. Wenn der Geist besonders aktiv ist, kann es hilfreich sein aktiv die Dinge zu benennen, die du siehst. Ein einfaches Wort genügt: Auto, Vogel, Baum, Mensch, Werbeplakat, Licht, etc. Lass dich nicht dazu verleiten in Kommentare oder Bewertungen zu verfallen über das was du siehst. Wende dich immer wieder dem offensichtlichen Sinneseindruck zu.


Das selbe kannst du für alle anderen Sinne praktizieren: Hören, Schmecken, Erspüren und Riechen. Du kannst das Gewahrsein auch auf alle Sinne ausbreiten und dich immer wieder fragen: Welcher Sinneseindruck ist jetzt gerade am offensichtlichsten, am deutlichsten wahrnehmbar?


Erfrage dabei immer wieder, ob du über etwas nachdenkst oder in Kontakt bist mit der unmittelbaren Sinneswahrnehmung. Beobachte, was mit deinem Geist und deinem Denken geschieht, wenn du dies für 5-10 Minuten oder länger praktizierst.

This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now